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Krise als Katalysator: Neue Interaktionsformen im Alexandrinischen Schisma

Zusammenfassung: Das Alexandrinische Schisma stellte im Dialog zwischen Rom und den Ortskirchen zweifellos einen Bruch dar. Die umstrittene Wahl von Alexander III. sowie die Auseinandersetzung mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa zwangen den Papst, neue Instrumente einzusetzen und Formen der Interaktion zwischen dem Zentrum der Christenheit, Rom und den Peripherien zu finden. In diesem Aufsatz werden die Persönlichkeiten, die das Papsttum in den Beziehungen zu den Ortskirchen im Rahmen des Schismas einsetzte, untersucht sowie ihre Karrieren kurz dargestellt. Dabei wird der Fokus auf den Kirchenprovinzen Mailand und Salzburg liegen.

 Abstract: The Alexandrian Schism undoubtedly marked a break in the dialogue between Rome and the local churches. The controversial election of Alexander III, as well as the conflict with Emperor Frederick I. Barbarossa, forced the Pope to employ new means and to find new forms of interaction between the centre of Christendom, Rome and the peripheries. This essay examines the figures whom the papacy deployed in its relations with the local churches during the schism and briefly outlines their careers. The focus will be on the ecclesiastical provinces of Milan and Salzburg.

 

Wenn Gegenpäpste zweifellos als „unerwünschtes mittelalterliches Phänomen“ bezeichnet werden können, wie der Untertitel eines gelungenen Bandes lautet, sollten allgemein das Schisma und die darauffolgende Krise in ihrer katalytischen (positiven) Funktion für die Formierung des hochmittelalterlichen Papsttums nicht unterschätzt werden.[1] Wie Hannah Arendt formulierte: „Eine Krise drängt uns auf die Fragen zurück und verlangt von uns neue oder alte Antworten.“[2] Genauso ist es auch für die Institution des mittelalterlichen Papsttums geschehen: Eine wichtige Krise, nämlich die Kirchenspaltung von 1159, bot ohne Zweifel eine herausragende Gelegenheit, die Kommunikation zwischen dem Zentrum und den Ortskirchen zu überdenken und infolgedessen neue Instrumente der Kommunikation einzusetzen.[3]

 

Die Forschung über das Papsttum im Hochmittelalter hat in den letzten 20 Jahren erhebliche Impulse erhalten. Ausgangspunkt war die Forschung über die lange Zeit als „gregorianisch“ definierte Reform des 11. Jahrhunderts.[4] Dabei lassen sich vor allem zwei Tendenzen feststellen. Eine davon steht im Zusammenhang mit der Erforschung des Papsttums im 11. Jahrhundert. Diese erste Tendenz stützt sich auf einen wichtigen Beitrag von Rudolf Schieffer zur papstgeschichtlichen Wende und untersucht eingehend die Pontifikate vor Gregor VII. Dabei wird die lange Dauer der Reform des 11. Jahrhunderts betont und die Rolle der früheren Pontifikate neu bewertet.[5] Meines Erachtens hat eine ähnliche Neubewertung oder zumindest Neubetrachtung der Pontifikate nach dem Konkordat von Worms noch nicht stattgefunden – mit Ausnahme der Studie von Enrico Veneziani über Honorius II.[6]

 

Die zweite Tendenz ist auf das von Jochen Johrendt und Harald Müller koordinierte DFG-Netzwerk Rom und die Regionen zurückzuführen. In einem im Jahre 2012 veröffentlichten Band, der die Ergebnisse des Forschungsprojekts enthält, wird zu Recht betont, dass der vom Apostolischen Stuhl durchgeführte Zentralisierungsprozess in Wirklichkeit ein echter Austausch zwischen dem Zentrum und den Peripherien war; ein Prozess, der in beide Richtungen zu verstehen ist, da auch das Zentrum tatsächlich von den Impulsen und Persönlichkeiten der lokalen Kirchen geprägt wurde.[7] Eine ähnliche Hypothese wurde auch von Franz Felten formuliert:

 

„Es muss vielmehr betont werden, dass diese Entwicklung im Wesentlichen von außen gefördert wurde: Dies zeigt sich besonders deutlich in den Privilegien und Entscheidungen zu Streitfällen, die nicht auferlegt, sondern beantragt wurden. Die Ausweitung der päpstlichen Gerichtsbarkeit war keine ‚aktive Besetzung politischer Räume‘ (Vollrath), sondern eine Antwort auf ‚Herausforderungen‘“.[8]

 

Nach diesem sehr knapp gehaltenen status quaestionis der Forschung werde ich mich in meinen folgenden Ausführungen grundsätzlich auf die Akteure der Interaktion zwischen dem Papsttum und den Kirchenprovinzen Mailand und Salzburg im Rahmen des Alexandrinischen Schismas konzentrieren. Dabei werde ich versuchen, das Schisma als katalytisches Moment herauszukristallisieren, in dem die Konfliktsituation eine herausragende Möglichkeit darstellte, neue Instrumente im Dialog mit den Kirchenprovinzen einzusetzen. Der Fokus liegt dabei auf den Legaten und den Mitgliedern der päpstlichen Kapelle.[9] Darüber hinaus werden die Unterschiede in den Interaktionswegen und Instrumenten des Papsttums in den Erzdiözesen nördlich und südlich der Alpen kontrastiv untersucht.

 

1. Die päpstliche Kapelle

Die päpstliche Kapelle umfasste eine Vielzahl von Personen, die aus den unterschiedlichsten Orten Europas stammten, wenngleich sich eine sehr deutliche Dominanz von italienischen Klerikern feststellen lässt.[10] Es handelte sich um Kleriker, die vom Papst die niedrigste Weihestufe – das Subdiakonat – verliehen bekommen hatten und daher nur von ihm oder von einer von ihm beauftragten Person die nächsten Weihestufen (Diakon- und Priesterweihe) erhalten durften.[11] Die päpstlichen Subdiakone und Kapläne erscheinen ab dem 11. Jahrhundert in der Quellenüberlieferung als subdiaconus noster, capellanus domini papae oder subdiaconus Romane ecclesiae. Die Mehrheit der Mitglieder der päpstlichen Kapelle war auch in den verschiedenen Domkapiteln der christianitas als einfache Kanoniker tätig, das heißt, sie übten ihre Tätigkeit in den meisten Fällen außerhalb Roms aus. In den lokalen Quellen treten diese Kleriker normalerweise mit ihrer gewöhnlichen Bezeichnung auf, als canonicus und nicht als subdiaconus romane ecclesie beziehungsweise subdiaconus noster. Daraus ergibt sich eine quellenspezifische Terminologie, die zwei unterschiedliche Perspektiven offenlegt: eine römische/kuriale Sichtweise, die meistens capellani und subdiaconi im Blick hat, und eine lokale Wahrnehmung, die von canonici ausgeht.

 

2. Akteure in der Lombardei

Im Rahmen der abwechslungsreichen Geschichte der Beziehungen zwischen Rom und Mailand gilt der Episkopat Robaldos (1135–1145) als Wendepunkt, da er im Jahr 1135 auf das Recht verzichtete, das Pallium in Mailand zu erhalten und sich zu diesem Zweck nach Rom begab.[12] Eine weitere Vertiefung in der Zusammenarbeit zwischen Rom und Mailand äußerte sich zweifellos einige Jahrzehnte später mit dem Episkopat von Galdino della Sala, einem Alexander III. treu ergebenen Mann.[13] Beide, Robaldo und Galdino, wirkten als Bischöfe im Rahmen einer Spaltung in der Kirche und verstärkten durch ihr Amt die Beziehung Mailands zu Rom: Robaldo war Bischof während des Innozenzianischen, und Galdino während des Alexandrinischen Schismas.

 

Verfolgt man die bisher von der Forschung durchgeführten Studien der vielfältigen Verhältnisse zwischen dem Papsttum und der Diözese des Heiligen Ambrosius, dann lassen sich grob zwei Gruppen von Akteuren herausstellen, die in diesem Rahmen miteinbezogen wurden. Bis zum Pontifikat Innozenz III., ab dem dank der kontinuierlichen Registerüberlieferung ein deutlicher Überblick über das Papsttum und seine Beziehungen mit den Ortskirchen gewonnen werden kann, spielten als Akteure der Interaktion zwischen dem Zentrum der Kirche und der mailändischen Kirchenprovinz hauptsächlich die Kardinäle und Legaten eine führende Rolle, beispielsweise bei der Übergabe von Pallien und der Ernennung von Bischöfen. Gleichzeitig sind aber in demselben Kontext auch weitere innovative Aktionen seitens des Papsttums feststellbar, wie Maria Pia Alberzoni erläutert hat.[14] Im 12. Jahrhundert sind häufig mehrere lange Aufenthalte der Päpste in Norditalien bezeugt. Zudem hatte Uberto Crivelli sein Amt als Mailänder Erzbischof auch später als Papst Urban III. weiter inne. Darüber hinaus residierten oft Kardinäle in der Lombardei und selbst bei den Ernennungen von Kardinälen lässt sich eine wachsende Zahl an Personen erkennen, die aus der Lombardei stammten.[15] Daher war allgemein die Beziehung zwischen der Erzdiözese Mailand und Rom seit dem Innozenzianischen Schisma sehr eng und durch mehrere verschiedenen Akteure geprägt.

 

Genau in diesem Zusammenhang, lässt sich ab der Mitte des 12. Jahrhunderts zuletzt ein stärkerer Einsatz von päpstlichen Kaplänen und Subdiakonen nachweisen. Die zunehmende Präsenz von Subdiakonen und päpstlichen Kaplänen in der mittelalterlichen Lombardei seit dem Pontifikat von Alexander III. ist wahrscheinlich auf die Opposition zum Kaiser zurückzuführen, von der nicht nur einige lombardischen Kommunen, sondern auch das Papsttum direkt betroffen waren.[16] Nicolangelo D’Acunto hat gerade im Rahmen der Entwicklung der Beziehungen zwischen dem Papsttum und der ambrosianischen Kirche die Rolle der Subdiakone der römischen Kirche – zusammen mit zahlreichen anderen Persönlichkeiten – in dem langen und komplexen Zentralisierungsprozess betont, der bereits mit dem Reformpapsttum begonnen hatte.[17] Wie jedoch mehrfach übereinstimmend in der Forschung betont worden ist, handelt es sich bei den Beziehungen zwischen dem Papsttum und der Kirche von Mailand um ein sehr komplexes und nuanciertes Bild. Dieses wird auch durch die Entwicklung und die wachsende Bedeutung des kommunalen Systems geprägt.[18]

 

Bei der Betrachtung der Rolle, welche die Mitglieder der päpstlichen Kapelle in der Lombardei seit dem Pontifikat Alexanders III. spielten, fällt zunächst die beträchtliche Präsenz von Subdiakonen und päpstlichen Kaplänen in den Domkapiteln von Mailand und seinen Suffraganbistümern auf. Sowohl das Schisma nach der Wahl von Alexander III. als auch der darauffolgende Konflikt mit Friedrich Barbarossa waren ein echtes Versuchsfeld für die Formen der Vertretung zwischen Reich, Papsttum und Kommunen, an dem viele Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Aufgaben beteiligt waren.

 

Zwischen 1159 und 1198 – das Pontifikat von Innozenz III. ausgenommen, da hierfür umfangreichere Nachweise dank der kontinuierlichen päpstlichen Registerüberlieferung vorliegen – sind in der mittelalterlichen Lombardei etwa zwanzig päpstliche Subdiakone nachgewiesen. Unter diesen sind im Hinblick auf die Vertretung des Papsttums bei den Ortskirchen einige Episoden besonders relevant, die sich auf die päpstlichen Subdiakone Alberto da Somma, Pietro Diani und Oberto da Terzago beziehen.[19]

 

Alberto da Somma war Kanoniker von Sant’Alessandro in Bergamo sowie später auch von Sant’Ambrogio in Mailand. Er bekleidete im Rahmen seiner Karriere wichtige Aufgaben in verschiedenen Bereichen und seine Karriere war insbesondere mit Papst Alexander III. verbunden, sodass sie mit dessen Tod ein jähes Ende fand.

 

Das erste Dokument, das die Tätigkeit des päpstlichen Subdiakons Alberto belegt, stammt aus der Zeit unmittelbar nach der Schlacht von Legnano zwischen den lombardischen Kommunen und Kaiser Friedrich I. Barbarossa.[20] Im folgenden Jahr, während der Friedensverhandlungen zwischen der Lega Lombarda und dem Kaiser, beauftragte Alexander III. seinen Subdiakon, den Rektoren der Lombardischen Liga einen Brief zu überbringen. In diesem versprach Friedrich I., den Waffenstillstand einzuhalten und verpflichtete sich, die Lombarden, die Bewohner der Marca und der Romagna wegen ihrer Untreue nicht zu bestrafen. Der entsprechende Brief ist nicht überliefert, er wird aber erwähnt, als Alberto da Somma wenige Tage später, Ende Oktober 1177, den Rektoren der Lombardischen Liga die versiegelten Briefe Kaiser Friedrichs übergab. In dieser Urkunde wird er als Dominus Albertus de Summa Dei gratia Sancte Romane Ecclesie subdiaconus et apostolice sedis legatus bezeichnet.[21] Wie die Titel des päpstlichen Subdiakons deutlich machen, fungierte Alberto da Somma in diesem Fall als Legat des Apostolischen Stuhls. Dieses Amt war äußerst prestigeträchtig und verlieh dem Inhaber die gleichen Befugnisse wie dem Papst selbst. Er vertrat den Papst, konnte Entscheidungen von erheblicher Bedeutung treffen und stand über jeder lokalen kirchlichen Hierarchie.[22] Die Verleihung dieses Amtes lässt sich einerseits durch die Hochachtung erklären, die der Papst seinem Subdiakon entgegenbrachte, andererseits durch die außergewöhnliche Situation, in der sich Alberto da Somma zu Beginn seiner Karriere befand: Er fungierte als Bindeglied zwischen der kommunalen Welt und den beiden universellen Mächten, dem Kaiserreich und dem Papsttum. Dies war jedoch nicht der einzige bedeutende Fall, in dem der Papst seinen Subdiakon als Vermittler zwischen dem Kaiserreich und den Kommunen einsetzte. Einige Jahre später, im Jahr 1180, forderte Alexander III. in einem Brief die Diözese Ravenna auf, seinen Subdiakon erneut als Vermittler in den Verhandlungen zwischen dem Kaiser und den Kommunen zu akzeptieren.[23] Anlass war die Zerstörung der Burg von Montebello bei Bologna, durch die der Waffenstillstand, für den sich der Papst so sehr eingesetzt hatte, gefährdet war. Alexander III. empfahl dem Erzbischof von Ravenna und den Bischöfen der Suffraganbistümer, sich an die Konsuln ihrer Städte zu wenden und sie zu ermahnen, sich weiterhin an den vereinbarten Waffenstillstand zu halten und den Frieden zu wahren. Um die Bischöfe bei dieser heiklen Aufgabe zu unterstützen und zu beraten, entsandte der Papst den päpstlichen Subdiakon Alberto da Somma nach Ravenna. Diesmal wurde ihm jedoch nicht die Würde eines apostolischen Legaten, sondern nur die eines nuntius verliehen. Trotz der unterschiedlichen Bezeichnung weisen die beiden Ämter erhebliche Ähnlichkeiten auf. Dies und die Ungenauigkeit der Dokumente in Bezug auf Nuntien und Legaten machen es bis heute schwierig, die Besonderheiten der päpstlichen Nuntien klar zu identifizieren. Tatsächlich scheint der eben erwähnte Fall von Alberto da Somma zu zeigen, dass die Bürger eine gewisse Entscheidungsfreiheit genossen. Sie waren nicht nur aufgefordert, den nuntius des Apostolischen Stuhls zu empfangen, sondern auch mit ihm zusammenzuarbeiten und seine Entscheidungen zu akzeptieren. Bei seiner Vorstellung wurde er außerdem als virum providum et discretum et nobis pro sua devotione carum admodum et acceptum bezeichnet.[24] Dies unterstreicht erneut die Wertschätzung des Papstes für seinen Subdiakon, der bei dieser Gelegenheit als Vermittler der Anweisungen des Papsttums an die örtlichen Bischöfe fungierte. Zweifellos machte auch Albertos Bekanntschaft mit dem Kaiser, bei dem er sich sicherlich bereits bei der zuvor erwähnten Gelegenheit aufgehalten hatte, ihn zum perfekten Kandidaten, um erneut als Vermittler zwischen den beiden Mächten zu fungieren.

 

Alberto da Somma war jedoch nicht das einzige Mitglied der päpstlichen Kapelle, das im Auftrag des Apostolischen Stuhls in der langen Kontroverse zwischen Kaisertum und Papsttum tätig war. Auch der Propst des Kapitels von Sant’Antonino in Piacenza, Pietro Diani, der mindestens seit 1162 als Kanoniker belegt ist, war lange Zeit aktiv.[25] Seit 1173 päpstlicher Subdiakon, wurde er nur wenige Jahre später Propst des Domkapitels und war ab 1185 zwanzig Jahre lang Kardinal der römischen Kirche und in diesem Zuge auch mit wichtigen Gesandtschaften betraut. Noch als päpstlicher Subdiakon spielte Pietro Diani eine wichtige Rolle bei den Friedensverhandlungen von Konstanz und knüpfte erste gute Beziehungen zum kaiserlichen Hof, mit dem er im Laufe seiner langen Karriere mehrfach zu tun haben sollte. In der Declaratio internuntiorum de sacramentis, einer Quelle aus den Verhandlungen vor dem Frieden von Konstanz, wurde unter anderem festgelegt, dass die Städte der Liga eine Summe von 1000 Reichspfund an Wilhelm, Bischof von Asti, an den Marquis Enrico, genannt Guercio, an Rudolf, kaiserlicher Kämmerer, sowie an den Propst von Sant’Antonino di Piacenza zahlen sollten. Während die ersten drei bereits in der Überschrift des Dokuments als Gesandte des Kaisers aufgeführt sind, von dem sie das mandatum pacis erhalten hatten, ist es fast unmöglich, die Rolle Pietro Dianis in den Verhandlungen aus diesem Dokument – oder den nachfolgenden – zu erschließen. Wahrscheinlich war seine Beteiligung nicht unerheblich, da ihm die gleiche Vergütung wie die den kaiserlichen nuntii zustand. Darüber hinaus fanden die abschließenden Verhandlungen, in denen die Konsuln der italienischen Städte den Frieden mit den Gesandten des Kaisers akzeptierten und unterzeichneten, kurz darauf in Piacenza in der Kirche Sant’Antonino und unter anderem in Anwesenheit des Propstes dieser Kirche statt.[26] Wie Annamaria Ambrosioni bereits hervorgehoben hat, lässt sich das Eingreifen von Pietro Diani in diesem Bereich leicht in den allgemeinen Versuch des Papsttums einordnen, eine führende Rolle in den Friedensverhandlungen zwischen der Liga und dem Reich zu spielen.[27] Dies sollte sich nicht nur für die Beziehungen zwischen Papst und Kaiser als entscheidend erweisen, sondern auch und vor allem für die Gestaltung der Beziehungen zwischen Papsttum und Kommunen. Wie zu beobachten war, bediente sich das Papsttum verschiedener ihm zur Verfügung stehender Instrumente – der Kardinäle und der päpstlichen Subdiakone – um seine Verbindung zu den Kommunen zu festigen und so sicherzustellen, dass die Friedensverhandlungen nicht zum Nachteil der Kirche ausfielen.

 

Es scheint mir zumindest erwähnenswert, dass Diani in einer späteren Phase seiner Karriere, obwohl er bereits Kardinal war, erneut mit den Beziehungen zwischen den Kommunen und Kaiser Heinrich VI. betraut wurde, und zwar vielleicht gerade aufgrund der Aufgaben, die er noch als Subdiakon wahrgenommen hatte. Pietro Diani arbeitete lange Zeit und bei verschiedenen Gelegenheiten mit Kaiser Heinrich VI. zusammen, insbesondere bei der Verkündigung des Kreuzzugs: Er gehörte daher über mehrere Jahre zu seinem Gefolge.[28]

 

Auch die Tätigkeit von Oberto da Terzago, Subdiakon der Kirche von Rom, Erzpriester von Monza und schließlich Erzbischof von Mailand, soll nicht außer Acht gelassen werden.[29] Oberto war einer der Männer, die dem Subdiakon und päpstlichen Legaten, später Erzbischof von Mailand, Galdino della Sala, am nächsten stand. Seine Ernennung zum Erzpriester der Kirche von Monza im Jahr 1168 kann daher, wie bereits von Mambretti vorgeschlagen, zu Recht in den allgemeinen Versuch Alexanders III. eingeordnet werden, in den Jahren, in denen das Schisma in vollem Gange war, den Einfluss des Papsttums auch im Gebiet von Monza wieder zu bekräftigen.[30]

 

Aufgrund dieser Überlegungen sollte klarer werden, dass unter den vielen Mitteln, die der römische Stuhl im Umgang sowohl mit der lombardischen Kirche als auch mit den Kommunen und nicht zuletzt mit dem Kaisertum einsetzte, die päpstlichen Subdiakone breite Anwendung fanden und mit ausgesprochen wichtigen Aufgaben betraut waren. Der lange Prozess der Konsensbildung erscheint daher auch in Bezug auf den Apostolischen Stuhl untrennbar mit den Persönlichkeiten verbunden, die das Papsttum in seinen Beziehungen zur Lombardei vertraten.[31] Die Art und Weise, wie der Apostolische Stuhl intervenierte, weist erhebliche Unterschiede auf: Während einige Subdiakone die wichtige Aufgabe von päpstlichen Legaten erhielten, verbrachten andere eine gewisse Zeit beim Kaiser und fungierten so als direkte Vermittler zwischen ihm und dem Papst. Oder aber, wie der Fall von Oberto da Terzago zeigt, wurden ihnen im Rahmen der allgemeinen Bemühungen, die Mailänder Kirchenprovinz gegenüber dem römischen Zentrum treu zu halten, einfach prestigeträchtige Ämter innerhalb des Diözesanklerus übertragen.

 

3. Akteure in der Kirchenprovinz Salzburg

Wendepunkt der Verhältnisse zwischen dem Erzbistum, dem Apostolischen Stuhl und Salzburg wurde der sogenannte Investiturstreit, während dem sich Erzbischof Gebhard auf die päpstliche Seite und gegen Heinrich IV. stellte.[32] Bevor die enge Bindung des Salzburger Episkopats an den römischen Stuhl und die Akteure des Austausches mit Rom im Betracht gezogen werden, soll die Aufmerksamkeit kurz auf die fortschreitende Entfremdung der Salzburger Erzbischöfe von den weltlichen Gewalten gelenkt werden. Im Prozess des Aufbaus der territorialen Herrschaft des Episkopats wurden die Beziehungen mit den Familien des lokalen Landadels enger geknüpft. Die Vertreter der Aristokratie wurden in den meisten Fällen zu Lehnsmännern des Erzbischofs; durch die Beziehungen mit der lokalen Aristokratie konnte der Salzburger Episkopat seine territoriale Herrschaft ausbreiten. Und das ohne die Unterstützung des Reiches, bis die Erzdiözese am Ende des 13. Jahrhunderts die Landeshoheit erlangte, welche die endgültige Trennung vom Herzogtum Bayern repräsentierte. Das Verhältnis mit der Aristokratie spiegelt sich in der sozialen Herkunft der Erzbischöfe wider, denn viele von ihnen entstammten adeligen Familien, wie unter anderem, die Beispiele Adalbert III., Konrad II. und Konrad III. bestätigen.

 

Wie bereits kurz angedeutet, zeichnete sich das Erzbistum Salzburg durch seine langjährige Verbundenheit zum Apostolischen Stuhl aus. Die erste Gelegenheit dazu bot in diesem Rahmen der Investiturstreit, in dessen Zuge sich Erzbischof Gebhard gegen Heinrich IV. stellte und Gregor VII. unterstützte. Die ständige Beziehung zwischen Rom und Salzburg wird auch durch die Überlieferung der päpstlichen Urkunden bestätigt – wobei diese ziemlich lückenhaft bleibt. Im Jahr 1157 wurde die Kirche Salzburg mit ihren Suffragandiözesen unter apostolischen Schutz gestellt; das Privileg Lucius III. wurde auch von seinen Nachfolgern bestätigt.[33]

 

Einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen der Beziehungen zum römischen Stuhl stellt das Alexandrinische Schisma dar. Wie immer in der lateinischen Kirche bilden die Schismen einen herausragenden Wendepunkt nicht nur für die Beziehungen der Kirchenprovinzen mit Rom, sondern auch für die Beziehungen innerhalb der einzelnen Erzdiözesen. Aus diesem Blickwinkel war das Verhalten Salzburgs im Laufe des Alexandrinischen Schismas keine Besonderheit, stattdessen war das Schisma ein wichtiger Moment auch für die Neudefinition der internen Verhältnisse der Kirche. Nachdem das Schisma ausgebrochen war, wandten sich sowohl Papst Alexander III. als auch sein Legat Hubald, Kardinalbischof von Ostia, der später die Cathedra Petri als Lucius III. bestieg, an den Erzbischof, zuerst mit der Aufforderung, dem Apostolischen Stuhl treu zu bleiben und später mit der Danksagung für seine Hilfe im Kampf gegen Viktor IV.[34] Vielleicht genau aufgrund dieser Treue wurde Erzbischof Eberhard von Salzburg 1163 von Papst Alexander III. zum Legaten für das ganze Reich nördlich der Alpen bestimmt.[35] Erzbischof Eberhard I. schlug sich sofort auf die Seite Papst Alexanders III., während seine Suffraganbischöfe sich durch den Ausbruch des Schismas aufspalteten. Eberhards Entscheidung, sich auf die Seite des Papstes zu stellen, fiel in eine Zeit zunehmender Spannungen in seinen Beziehungen zum Kaiser, obwohl er zu Beginn seines Episkopats (und noch davor) ein hohes Ansehen am kaiserlichen Hof genossen hatte. Im Allgemeinen hatte er die Entscheidungen Friedrichs I. – unter anderen beim Reichstag von Besançon 1157 gegenüber Papst Hadrian IV. – unterstützt.[36] Bischof Hartwich von Regensburg unterstützte Kaiser Friedrich I. Barbarossa, während die Bischöfe Konrad von Passau und Albert von Freising zu Beginn neutral blieben. Roman von Gurk und Hartmann von Brixen unterstützten Alexander III. Der Kaiser versuchte ständig sowohl Eberhard als auch die Suffraganbischöfe auf seine Seite zu ziehen, jedoch blieben seine Versuche, auch unter Eberhards Nachfolgern Konrad II. und Adalbert III., erfolglos.[37]

 

Nach der Ernennung Eberhards zum legatus a latere für das Reich nördlich der Alpen (in regno teutonico) im Jahre 1163, wurde der Salzburger Erzbischof im Jahre 1179 auch zum legatus natus für seine Kirchenprovinz bestimmt. Die Gewährung einer so hohen Würde bildete in diesem Falle die Antwort Alexanders III. auf eine Bitte Konrads, des Erzbischofs von Salzburg.[38] In einigen, seltener bezeugten Fällen wurde eben die Legation nach einer präzisen Anfrage gewährt – dies war, nach Robert Figueira, oft bei den legati nati der Fall, da es sich dabei um Bischöfe handelte, die sowohl in ihrer Diözese als auch als vice des Papstes wirkten. Die erste Ernennung im Jahre 1163 und die Gewährung des Legationsmandats für die ganze Region könnte als eine Belohnung für die Treue dem Papst gegenüber im Rahmen des Alexandrinischen Schismas und darüber hinaus als eine Stärkung der Rolle des Salzburger Erzbischofs in seiner Region gewertet werden. Dies kann also als Beispiel dafür dienen, dass die Nutzung des Legationswesens seitens des Apostolischen Stuhles besonders in Konfliktsituationen und Situationen hoher Spannungen angedacht und durch diese bedingt war. Darüber hinaus kann die Anfrage des Erzbischofs, ihm das Legationsmandat in seiner Diözese zu gewähren, als ein deutliches Zeichen des Bewusstseins seinerseits, dass in einem solch spannungsreichen Umfeld ihm eine höhere Stellung bestätigt werden würde, gewertet werden. Die Tatsache, dass der Salzburger Erzbischof, zuerst während des Pontifikats Eberhards I., in solch einer Zeit als päpstlicher Legat im ganzen Gebiet nördlich der Alpen handeln konnte, und dann 1179 zum legatus natus bestimmt wurde, ist in dem hier rekonstruierten Zusammenhang der Beziehungen zwischen dem Papsttum und der Salzburger Region ein aufschlussreicher Hinweis seiner Wichtigkeit. Denn da der Erzbischof in seiner Funktion als Legat wie ein vice des Papstes handeln konnte, waren womöglich keine weiteren von Alexander III. beauftragten Akteure für die Interaktion zwischen Rom und der Kirchenprovinz nötig.[39] Es bleibt jedoch allgemein schwierig zu bewerten, wie sich das Legatenamt – als residierender Legat, als legatus natus – von dem Metropolitenamt differenzierte, außer von der Verbreitung des geographischen Einflussraumes her, die in einigen Fällen zunahm, zu denen die des Salzburger Erzbischofs als legatus de latere bestimmt gezählt werden können. Die Salzburger Erzbischöfe wurden zudem gerade wegen ihrer Stellung als Legaten mehrfach als delegierte Richter des Apostolischen Stuhles eingesetzt, und dies vor allem ab dem Pontifikat Eberhards I., wie auch aus der Urkundenüberlieferung deutlich erscheint. Es soll hier hervorgehoben werden, dass wenn man diese Position des Bischofs mit derjenigen in der Lombardei vergleicht, es sich verdeutlicht, dass er allein in Salzburg, genau aufgrund der prominenten Stellung des Erzbischofs, unter solchen Rahmenbedingungen agieren konnte. Wenn man zu derselben Zeit eine Vielfältigkeit der in der Interaktion zwischen Papsttum und Kirchen beteiligten Akteure – darunter auch, aber nicht nur Mitglieder der päpstlichen Kapelle – erkennen kann, scheint es, dass die Ausübung dieser in Salzburg fast ein besonderes bischöfliches Vorrecht war, vermutlich aufgrund der Verleihung des Legationsmandats in seiner Region.[40]

 

4. Abschließende Gedanken

Diese abschließenden Überlegungen möchten die vorgestellten Ergebnisse bezüglich der päpstlichen Subdiakone in der Kirchenprovinzen Mailand und Salzburg in die allgemeineren Merkmale der päpstlichen Kapelle einordnen, und damit die katalytische Rolle des Alexandrinischen Schismas noch einmal hervorheben. Die päpstliche Kapelle bestand ursprünglich hauptsächlich aus einer Gruppe von Klerikern, die in der Kurie arbeiteten und deren Unterhalt vom Papst selbst bestritten wurde. Zu Beginn stammten die Kleriker größtenteils aus Rom und dem umliegenden Land. Für die ersten Kapläne sind nur wenige Provisionen in anderen Kirchenprovinzen belegt. In der ersten Phase der päpstlichen Kapelle waren die wenigen nachgewiesenen päpstlichen Kapläne vor allem als Legaten tätig, was wahrscheinlich auf ihre Beteiligung am sogenannten Investiturstreit zurückzuführen ist, der gerade in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreichte. Das Alexandrinische Schisma sah einen maßgeblicheren Einsatz der Mitglieder der päpstlichen Kapelle. Seit dem Pontifikat von Alexander III. waren die päpstlichen Kapläne zunehmend in der kirchlichen Provinz Mailand präsent. Die Anwesenheit der Mitglieder der päpstlichen Kapelle in Norditalien nahm auch nach dieser Zeit weiter zu, wie es für das Ende des 12. Jahrhunderts belegt ist. Die meisten der nachgewiesenen Subdiakone stammen aus der Zeit nach dem Pontifikat Alexanders III.

 

Unter diesem Gesichtspunkt wurde die innovative Rolle, die auch das Pontifikat von Alexander III. spielte, noch nicht ausreichend hervorgehoben: Insbesondere die Konflikte mit Friedrich I. und den Städten sowie das Alexandrinische Schisma, hatten den Papst in die Position versetzt, weitere Experimente in den Beziehungen zu den Ortskirchen zu unternehmen. Dies zeigt sich vor allem für Norditalien deutlich in der Verwendung von Legaten und Nuntien auch aus der päpstlichen Kapelle sowie in der Zunahme der in der Lombardei ansässigen Kardinäle seit seinem Pontifikat.

 

Die Konflikte zwischen Kaisertum und Papsttum hatten einen katalytischen Effekt auf das Aufkommen und auf die Etablierung neuer Akteure innerhalb der römischen Kurie, welche mit den lokalen Kirchen interagierten. Es ist in dieser Hinsicht die besonders enge Kooperation zwischen Kapelle und Kardinalat zu betonen: sowohl in der Lombardei als auch in der Kirchenprovinz Salzburg wurde ein Teil der Kommunikation durch päpstliche Legaten (häufig Bischöfe oder Kardinäle) vorangetrieben. In diesen Zusammenhang ist dann die Einsetzung von Kaplänen einzubetten. Die päpstlichen Kapläne erlebten eine weitere Entwicklung hinsichtlich ihrer operativen Fähigkeiten sowie Funktionen in den Konflikten zwischen Alexander III. und Friedrich I. Barbarossa mit den Städten Norditaliens. Diese Ereignisse stellen zweifellos eine ganz außergewöhnliche Entwicklung hinsichtlich der Rolle der Mitglieder der päpstlichen Kapelle dar. Es ist sicherlich kein Zufall, dass an den Konflikten zwischen den Universalgewalten und den italienischen Städten mehrere Geistliche beteiligt waren, die eng mit dem Papst, den örtlichen Domkapiteln und den Eliten der Städte verflochten waren. Da sie nicht nur durch die Weihe mit dem Papst verbunden waren, sondern auch aufgrund ihrer lokalen Handlungen und Aktivitäten als Kanoniker in den lokalen Domkapiteln bekannt waren, zeichneten sich die päpstlichen Subdiakone als besonders geeignet aus, den päpstlichen Willen in Konflikten zu vertreten. Ihr Einsatz in diesen Konflikten entspricht und verwirklicht ihre wesentliche Funktion als Bindeglied zwischen dem „Zentrum“ und der „Peripherie“.

 

Alle angegeben Links wurden am 1. Juli 2026 geprüft.

* Dieser Beitrag entspricht dem beinahe unveränderten Text eines Vortrages, der am 12. November 2025 in Würzburg in Rahmen der Reihe PAPALectures im Akademienprojekt Die Formierung Europas durch Überwindung der Spaltung im 12. Jahrhundert (https://formierung-europas.badw.de) gehalten wurde. Inhaltlich geht der Beitrag von den Ergebnissen meiner Dissertation aus: Caterina Cappuccio, Die päpstliche Kapelle (1046–1241). Geistliche Funktionseliten in den Kirchenprovinzen Mailand und Salzburg (Papsttum im mittelalterlichen Europa 14), Köln 2025. Diese werden vor allem in den Abschnitten 2 und 3 wiederaufgenommen.

[1] Vgl. Gegenpäpste. Ein unerwünschtes mittelalterliches Phänomen, hrsg. von Harald Müller und Birgit Hotz (Papsttum im mittelalterlichen Europa 1), Wien 2012; vgl. auch Mario Prignano, Antipapi. Una storia della Chiesa, Bari 2024.

[2] Eigene Übersetzung aus Hannah Arendt, Tra passato e futuro, Mailand 1991, S. 229: „Una crisi ci costringe a tornare alle domande; esige da noi risposte nuove o vecchie, purché scaturite da un esame diretto; e si trasforma in una catastrofe solo quando noi cerchiamo di farvi fronte con giudizi preconcetti, ossia pregiudizi, aggravando così la crisi e per di più rinunciando a vivere quell’esperienza della realtà, a utilizzare quell’occasione per riflettere, che la crisi stessa costituisce.“

[3] Über das Alexandrinischen Schisma und allgemein zum Pontifikat Alexanders III. u.a. Stephan Pongratz, Gottes Werk und Bosos Beitrag. Die Bewältigung des Alexandrinischen Schismas (1159–1177) in den Papstviten des Kardinals Boso (Papsttum im mittelalterlichen Europa 11), Wien/Köln 2023; Isabel Blumenroth, Das Alexandrinische Schisma in Briefen und Ideenwelt des Arnulf von Lisieux und Johannes von Salisbury (Papsttum im mittelalterlichen Europa 10), Wien 2021; Pope Alexander III (1159–81). The Art of Survival, hrsg. von Peter D. Clarke und Anne J. Duggan, Aldershot 2012; Werner Maleczek, Das Schisma von 1159 bis 1177. Erfolgsstrategien und Misserfolgsgründe, in: Gegenpäpste (wie Anm. 1), S. 165–204; Kai-Michael Sprenger, Zwischen den Stühlen. Studien zur Wahrnehmung des Alexandrinischen Schismas in Reichsitalien (1159–1177) (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 125), Berlin/Boston 2012, https://perspectivia.net/publikationen/bibl_dhi/125_schisma; Johannes Laudage, Alexander III. und Friedrich Barbarossa (Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii 16), Köln/Weimar/Wien 1997; Timothy Reuter, The Papal Schism, the Empire and the West (1159–1169), Oxford 1975.

[4] Vgl. Gregorio VII. vescovo di Roma e pontefice universale. Atti del convegno di studi dell’accademia Tudertina, Todi 2024; Horst Fuhrmann, Papst Gregor VII und das Zeitalter der Reform: Annäherungen an eine europäische Wende. Ausgewählte Aufsätze, hrsg. von Martina Hartmann (Monumenta Germaniae Historica. Schriften 72), Wiesbaden 2016.

[5] Vgl. Rudolf Schieffer, Motu proprio. Über die papstgeschichtliche Wende im 11. Jahrhundert, in: Historisches Jahrbuch 122 (2002), S. 27–41. Schieffers Arbeit prägte die europäische Historiographie zum Thema des mittelalterlichen Papsttum, was anhand der auf ihn folgenden Arbeiten ersichtlich wird: Johannes Laudage, Die papstgeschichtliche Wende, in: Päpstliche Herrschaft im Mittelalter. Funktionsweisen – Strategien – Darstellungsformen, hrsg. von Stefan Weinfurter (Mittelalter-Forschungen 38), Ostfildern 2012, S. 51–68; Francesco Massetti, Leo IX. und die papstgeschichtliche Wende (Papsttum im mittelalterlichen Europa 13), Köln 2024.

[6] Vgl. Enrico Veneziani, The papacy and ecclesiology of Honorius II (1124–1130). Church governance after the concordat of Worms (Studies in the History of Medieval Religion 53), Woodbridge 2023; Enrico Veneziani und Francesco Renzi, Reframing the Lives of Gelasius II, Calixtus II and Honorius II in the Context of the 1130 Schism, in: The Journal of Ecclesiastical History 75 (2024), S. 211–230; für eine neue Bewertung und Kontextualisierung des Wormser Konkordats vgl. Das Wormser Konkordat von 1122. Neue Perspektiven im städtischen und europäischen Kontext, hrsg. von Claudia Zey (Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii 53), Köln 2026; Oltre Worms. La costruzione dello specifico occidentale nel XII secolo, tra declinazioni dei poteri locali e dimensione universale, hrsg. von Umberto Longo (in Vorbereitung).

[7] Vgl. Römisches Zentrum und kirchliche Peripherie. Das universale Papsttum als Bezugspunkt der Kirchen von den Reformpäpsten bis zu Innozenz III., hrsg. von Jochen Johrendt und Harald Müller (Neue Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse NF 2), Berlin 2008; Rom und die Regionen. Studien zur Homogenisierung der lateinischen Kirche im Hochmittelalter, hrsg. von Jochen Johrendt und Harald Müller (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philogisch-Historische Klasse NF 19), Berlin/New York 2012; Zentrum und Netzwerk, hrsg. von Gisela Drossbach und Hans-Joachim Schmidt (Scrinium Friburgense 22), Berlin 2008; Das begrenzte Papsttum. Spielräume päpstlichen Handels: Legaten – delegierte Richter – Grenzen, hrsg. von Klaus Herbers und Friedrich Engels und Fernando Lopez Alsina (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse NF 25), Berlin 2013; Die Ordnung der Kommunikation und die Kommunikation der Ordnungen, Bd. 2: Zentralität: Papsttum und Orden im Europa des 12. und 13. Jahrhunderts, hrsg. von Cristina Andenna u.a. (Aurora 1,2), Stuttgart 2013; Alois Hahn, Zentrum und Peripherie, in: Die Ordnung der Kommunikation und die Kommunikation der Ordnungen, Bd. 1: Netzwerke. Klöster und Orden im Europa des 12. und 13. Jahrhundert, hrsg. von Cristina Andenna, Klaus Herbers und Gert Melville (Aurora 1,1), Stuttgart 2012, S. 17–36; Legati e delegati papali. Profili, ambiti d’azione, hrsg. von Maria Pia Alberzoni und Claudia Zey, Milan 2012; Legati, delegati e l’impresa d’Oltremare, hrsg. von Maria Pia Alberzoni und Pascal Montaubin (Ecclesia militans 3), Turnhout 2014; vgl. jetzt auch Philipp T. Wollmann, Gerechtigkeit auf Nachfrage? Die päpstliche Delegationsgerichtsbarkeit in der Kirchenprovinz Salzburg (bis 1254), Köln u.a. 2026.

[8] Franz Joseph Felten, Impero e papato nel XII secolo, in: Il secolo XII. La “renovatio” dell’Europa cristiana, hrsg. von Giles Constable und Giorgio Cracco (Annali dell’Istituto storico italo-germanico in Trento. Quaderno 62), Bologna 2003, S. 89–129.

[9] Zu den päpstlichen Legaten vgl. Claudia Zey, Vervielfältigungen päpstlicher Präsenz und Autorität. Boten und Legaten, in: Die Päpste. Amt und Herrschaft in Antike, Mittelalter und Renaissance, hrsg. von Bernd Schneidmüller u.a. (Die Päpste 1), Regensburg 2016, S. 257–274; Claudia Zey, Stand und Perspektiven der Erforschung des päpstlichen Legatenwesens im Hochmittelalter, in: Rom und die Regionen, hrsg. von Johrendt und Müller (wie Anm. 7), S. 157–168; Legati e delegati, hrsg. von Alberzoni und Zey (wie Anm. 7); Legate, delegati, d’Oltremare hrsg. von Alberzoni und Montaubin (wie Anm. 7); Maria Pia Alberzoni, La sostituibilità del corpo del Papa. Legati e delegati, in: Presenza-assenza. Meccanismi dell’istituzionalità nella “societas christiana”, hrsg. von Guido Cariboni, Nicolangelo D’Acunto und Elisabetta Filippini (Le settimane internazionali della Mendola NS 7), Mailand 2021, S. 153–172.

[10] Vgl. Reinhard Elze, Die päpstliche Kapelle im 12. und 13. Jahrhundert, in: Päpste, Kaiser, Könige und die mittelalterliche Herrschaftssymbolik. Ausgewählte Aufsätze, Bd. 2, hrsg. von Bernhard Schimmelpfennig und Ludwig Schmugge (Variorum collected studies series 152), London 1982, S. 145–202; Jochen Johrendt, Die päpstliche Kapelle als Bindeglied zwischen Kurie und Kirche, in: Legati e delegati, hrsg. von Alberzoni und Zey (wie Anm. 7), S. 257–278; Ders., Der vierte Kreuzzug, das lateinische Kaiserreich und die päpstliche Kapelle unter Innocenz III., in: Legati, delegati e l’impresa d’Oltremare (secoli XII-XIII), hrsg. von Alberzoni und Montaubin (wie Anm. 7), , S. 51–114; Ders., Eliten am päpstlichen Hof zwischen dem Reformpapsttum und Bonifaz VIII. Kardinäle und päpstliche Kapläne als Legaten im Rahmen der päpstlichen Ordnung, in: Die Interaktion von Herrschern und Eliten in imperialen Ordnungen des Mittelalters, hrsg. von Wolfram Drews (Das Mittelalter. Beihefte 8), Berlin 2018, S. 282–298; Cappuccio, Kapelle (wie Anm. *).

[11] Zur Weihe der päpstlichen Subdiakone vgl. Cappuccio, Kapelle (wie Anm. *), S. 48–50.

[12] Vgl. Annamaria Ambrosioni, Dagli albori del sec. XII alla vigilia dell’episcopato di Galdino, in: Diocesi di Milano, Bd. 1, hrsg. von Adriano Caprioli, Antonio Rimoldi und Luciano Vaccaro (Storia religiosa della Lombardia 9), Mailand 1990, S. 195–226; Maria Pia Alberzoni, Nel conflitto tra papato e impero. Da Galdino della Sala a Guglielmo da Rizolio (1166–1241), in: ebd., S. 227–257; Alfredo Lucioni, Art. „Robaldo“, in: Dizionario Biografico degli italiani 87, Rom 2016, S. 759–761; Nicolangelo D’Acunto, Lombardos, qui utiles nobis extiterunt admodum et devoti, non possumus non amare, in: Rom und die Regionen, hrsg. von Johrendt und Müller (wie Anm. 7), S. 249–280, hier S. 273.

[13] Vgl. Maria Pia Alberzoni, Gli interventi della Chiesa di Roma nella provincia ecclesiastica milanese, in: Das Papsttum und das vielgestaltige Italien. Hundert Jahre Italia Pontificia, hrsg. von Klaus Herbers und Jochen Johrendt (Neue Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse NF 5), Berlin 2009, hier insbesondere S. 147–150.

[14] Vgl. ebd.

[15] Vgl. ebd.

[16] Vgl. Knut Görich, Der Herrscher als parteiischer Richter. Barbarossa in der Lombardei, in: Frühmittelalterliche Studien 29 (1995), S. 273–288; Paolo Grillo, Le guerre del Barbarossa. I Comuni contro l’Impero, Bari 2014; Gianluca Raccagni, The Lombard League (1167–1225), Oxford 2010.

[17] Vgl. D’Acunto, Lombardos (wie Anm. 12), S. 268–270.

[18] In diese Richtung vgl. Antonio Musarra, Urbano II e l’Italia delle città. Riforma, crociata e spazi politici alla fine dell’XI secolo (Studi e ricerche 790), Bologna 2023.

[19] Für die Biogramme dieser Persönlichkeiten vgl. Cappuccio, Kapelle (wie Anm. *), S. 172–177, S. 190–197.

[20] Über die Schlacht von Legnano vgl. Paolo Grillo, Legnano 1176. Una battaglia per la libertà, Bari 2012; Knut Görich, Friedrich Barbarossa. Eine Biographie, München 2011, S. 381–385.

[21] Vgl. Gli atti del comune di Milano, hrsg. von Cesare Manaresi, Mailand 1919, S. 155, Nr. 113; Miriam Rita Tessera, La tredicesima prebenda. I testamenti di Alberto da Somma e la canonica di S. Ambrogio alla fine del XII secolo Prebenda, in: Rivista di storia della chiesa in Italia 75 (2021), S. 395–430, hier S. 402.

[22] Vgl. oben die Literatur in Anm. 5.

[23] Vgl. Tessera, Prebenda (wie Anm. 21), S. 403.

[24] Vgl. Italia Pontificia. Bd. 6: Liguria sive Provincia Mediolanensis. Pars I: Lombardia, hrsg. von Paul Fridolin Kehr, Berlin 1913, Nr. 61, S. 13.

[25] Zu Pietro Diani vgl. Werner Maleczek, Art. „Pietro Diani“, in: Dizionario biografico degli Italiani 39, Rom 1999, S. 648–650; Annamaria Ambrosioni, Milano, papato e impero in età medievale. Raccolta di studi, hrsg. von Maria Pia Alberzoni e Alfredo Lucioni, Mailand 2003, S. 296–299; Ivo Musajo Somma, Legati e delegati a Piacenza. Note su carriere e ambiti d’azione, in: Legati e delegati papali, hrsg. Alberzoni und Zey (wie Anm. 7), S. 107–128, insbesondere S. 107–109, S. 116–119.

[26] Vgl. Constitutiones et acta publica Imperatorum et Regum. Bd. 1: 911–1197, hrsg. von Ludwig Weiland (MGH Const. 1), Hannover., S. 404, Nr. 290; S. 405, Nr. 291.

[27] Vgl. Ambrosioni, Milano (wie Anm. 24), S. 388.

[28] Für die Karriere als Kardinal der römischen Kirche vgl. Werner Maleczek, Papst und Kardinalskolleg von 1191 bis 1216. Die Kardinäle unter Coelestin III. und Innocenz III. (Publikationen des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturinstitut in Rom. I. Abteilung: Abhandlungen 6), Wien 1984; über seine Legationen, vgl. Ina Friedländer, Die päpstlichen Legaten in Deutschland und Italien am Ende des XII. Jahrhunderts (1181–1198) (Historische Studien 177), Berlin 1928, S. 48–50, S. 58–68, S. 90–99; Stefan Weiß, Die Urkunden der päpstlichen Legaten von Leo IX. bis zu Colestin III. (1049–1198) (Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii 13), Paderborn 1995, S. 290–294; Maria Pia Alberzoni, Vercelli e il papato, in: Vercelli nel secolo XII. Atti del IV Congresso Storico Vercellese [o. Hrsg], Vercelli 2005, S. 113–118.

[29] Vgl. Michele Pellegrini, L’Ordo maior della Chiesa di Milano (Studi di storia del cristianesimo e delle chiese cristiane 14), Mailand 2009, S. 237–239; Renato Mambretti, Art. „Oberto da Terzago“, in: Dizionario biografico degli Italiani 95, Rom 2019, S. 112–143.

[30] Vgl. ebd. S. 115.

[31] Vgl. Maria Pia Alberzoni und Roberto Lambertini, Autorità e consenso. Regnum e monarchia nell’Europa medievale (Ricerche. Storia – Ordines 5), Mailand 2018; Maria Pia Alberzoni und Roberto Lambertini, Costruire il consenso. Modelli, pratiche, linguaggi (secoli XI-XV) (Ricerche. Storia – Ordines 9), Mailand 2019; Maria Pia Alberzoni und Roberto Lambertini, Manifestare e contrastare il dissenso (secoli XI-XIV) (Ricerche. Storia – Ordines 14), Mailand 2023.

[32] Vgl. Jochen Johrendt, Romfahrten süddeutscher Bischöfe und Äbte von der papstgeschichtlichen Wende bis zu Innozenz III. (1046–1216): Frequenz – Motive – Wahrnehmung – Deutung, in: Bayerische Römer – Römische Bayern. Lebensgeschichten aus Vor- und Frühmoderne, hrsg. von Rainald Becker und Dieter J. Weiß, St. Ottilien 2016, S. 97–123, hier S. 114f.

[33] Vgl. Heinz Dopsch, Geschichte Salzburgs. Stadt und Land, Salzburg 1981, S. 337–347; Karl Rudolf, Il potere temporale die vescovi e arcivescovi di Salisburgo in: I poteri temporali dei vescovi in Italia e in Germania, Atti della settimana di studio, 13–18 settembre 1976, hrsg. von Carlo Guido Mor und Heinrich Schmindinger, Bologna 1979, S. 237–245; Rainer Murauer, Das Papsttum und das Erzbistum Salzburg, in: Rom und die Regionen (wie Anm. 2), S. 371–424, insbesondere S. 372–378. Das Privileg von Lucius III.: Acta Pontificum Romanorum inedita. Urkunden der Päpste. Bd. 2, hrsg. von Julius von Pflugk-Harttung, Tübingen 1884, S. 359, Nr. 408; Ein Regest in Regesta Imperii 4,4,4,1: Papstregesten 1181–1184, bearb. von Katrin Baaken und Ulrich Schmidt, Köln u.a. 2003, Nr. 220.

[34] Vgl. Germania Pontificia. Bd. 1: Provincia Salisburgensis et episcopatus Tridentinus, hrsg. von Albert Brackmann, Berlin 1911, S. 28, Nr. 88; S. 29, Nr. 93.

[35] Vgl. Salzburger Urkundenbuch, ed. Willibald Hauthaler und Martin Franz, Bd. 2, Salzburg 1916, S. 514, Nr. 367. Ein Regest findet sich in Germ. Pont. 1 (wie Anm. 33), S. 30, Nr. 95.

[36] Vgl. Görich, Friedrich Barbarossa (wie Anm. 20), S. 58.

[37] Vgl. ebd., S. 58–92; Jochen Johrendt, The Empire and the Schism, in: Pope Alexander III, hrsg. von Duggan und Clarke (wie Anm. 3), S. 105–107 sowie S. 112; Günter Hödl, Das Erzstift Salzburg und das Reich unter Kaiser Friedrich Barbarossa, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 114 (1974), S. 42–55.

[38] Vgl. Salzburger Urkundenbuch (wie Anm. 34), S. 581, Nr. 420; zum legatus natus vgl. Robert Figueira, The Classification of medieval papal legates in the liber extra, in: Archivum historiae pontificiae 21 (1983), S. 211–228, hier S. 214f.

[39] Vgl. Heinz Dopsch, Legatenwürde und Primat der Erzbischöfe von Salzburg, in: Institutionen, Kultur und Gesellschaft im Mittelalter. Festschrift für Josef Fleckenstein zu seinem 65. Geburtstag, hrsg. von Lutz Fenske, Werner Rösener und Thomas Zotz, Sigmaringen 1984, S. 265–284.

[40] Vgl. Philipp Wollmann, Gerechtigkeit auf Nachfrage. Die päpstliche Delegationsgerichtsbarkeit in der Kirchenprovinz Salzburg (bis 1254) (Papsttum im mittelalterlichen Europa 17), Köln 2026; Murauer, Papsttum (wie Anm. 32) S. 385–387.


D O W N L O A D

(PDF/A-Version)

Dieser Artikel wurde redaktionell betreut von Julia Becker (Gastredakteuerin) und Jakob Mandel. Er gehört zum 9. (gezählten) Jahrgang von Mittelalter. Interdiszplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte. Der DOI und danach auch die Dateiversion des Artikels im Format PDF/A erscheinen i.d.R. innerhalb von 24h nach Veröffentlichung der html-Version.

Caterina Cappuccio
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Caterina Cappuccio (9. Juli 2026). Krise als Katalysator: Neue Interaktionsformen im Alexandrinischen Schisma. Mittelalter. Abgerufen am 9. August 2026 von https://doi.org/10.58079/16jgu


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